„Ich habe euch immer gesagt: Wir müssen die Menschen fröhlich machen.“ (Wahlspruch der Hl. Elisabeth)

Die heilige Elisabeth von Thüringen ist unserer Gemeindepatronin. Wir feiern unser Patrozinium im Gottesdienst am Sonntag, den 19. November 2017 um 10.30 Uhr in Maris Stella und anschließend mit einem Umtrunk auf dem Gelände um die Kapelle.

Als Zwanzigjährige verwitwet, Mutter von drei Kindern, starb Elisabeth – die ungarische Königstochter und einstige Landgräfin von Thüringen – mit vierundzwanzig Jahren (1231) im Dienst für die Armen.  Sie brachte keine Resolutionen ein, sie setzte sich selbst ein in den sozial explosiven Spannungen unserer Zeit und Welt. Sie protestierte nicht mit Worten, sondern mit ihrem Leben gegen unsere machtbesessenen und maßlos Rechte einfordernden Gesellschaftsformen der Habenden … Was sie tat, löste skeptische Ablehnung, Befremden, Achselzucken, Spott und Hohn, mitleidiges Kopfschütteln – aber auch Betroffenheit, verschämten Dank und Gegenliebe aus.

Aus welcher Quelle lebte die ungestüme, schöpferische Leidenschaft für die Armen, die sie an ihrem Lebensweg suchte, auflas und auch aufnahm? Wieso war sie fähig zu radikalen, alternativen Konsequenzen der Lebensführung, zu denen wir keine oder kaum Neigung verspüren? Diese Frau kann für den Denkenden mit offenem Herzen zum Anruf werden.

Wir haben diese Frau in unserer Gemeindeversammlung im November 2006 zu unserer Gemeindepatronin gewählt. Ein Vorbild, die uns auffordert und ermutigt auch über den Tellerrand unserer Gemeinde zuschauen und unseren Blick auf die zu richten, die unsere Worte und Taten brauchen.