St. Elisabeth – Heimat in der Ferne

Das Katholische Auslandssekretariat der Deutschen Bischofskonferenz gibt es seit 1921.

Ursprünglich nur für Auswanderer gegründet, hat es inzwischen noch eine Reihe anderer Personen im Blick, wie zum Beispiel Touristen oder die sog. Expatriates, also Menschen, die häufig mit ihren Familien von ihrer Firma ins Ausland geschickt werden.

So bietet das Auslandssekretariat weltweit an etwa 120 Standorten die Möglichkeit, an deutschsprachigen Gottesdiensten teilzunehmen. An etwa 60 Orten gibt es hauptamtliche Seelsorger und Seelsorgerinnen. Die Auslandsgemeinden verstehen sich als Orte, an denen alle deutschsprachigen Katholiken eine Heimat haben können, also nicht nur Deutsche, sondern auch Österreicher und Schweizer sowie Gläubige, die sich dem deutschen Sprachraum zugehörig fühlen. Grundsätzlich sind die Gemeinden aber natürlich offen für alle, die Kontakt suchen und ihren Glauben leben wollen. Auch die Vermittlung der deutschen Kultur im Ausland gehört zu den Aufgaben der Auslandsseelsorge. Sie wird dabei vom Auswärtigen Amt unterstützt.

Als Teil der Deutschen Bischofskonferenz hat das Katholische Auslandssekretariat seinen Sitz in Bonn. Es ist der Migrationskommission unter Vorsitz von Erzbischof Dr. Stefan Heiße (Hamburg) zugeordnet. Als Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die Auslandsseelsorge wurde im Herbst 2016 Weihbischof Matthias König (Paderborn) ernannt. Leiter des Katholischen Auslandssekretariates ist Msgr. Peter Lang.

Unsere Gemeinde St. Elisabeth ist teil dieses weltweiten Netzwerkes und Teil des Erzdiözese Singapur, die von Erzbischof William Goh geleitet wird.

Eine Deutschsprachige Katholische Gemeinde in Singapur

Der 16. November 1981 ist die Geburtsstunde unserer Gemeinde. An diesem Tag beauftragte der damalige Erzbischof von Singapur, Gregory Yong, den deutschen Pater Adolf Heuken SJ in Jakarta mit der Seelsorge der deutschsprachigen Katholiken in seiner Diözese.

Zur Zeit sind in unserer Gemeinde rund 270 Familien und knapp 1000 Mitglieder gemeldet.

Nach Auskunft der Botschaften leben 7500 Deutsche, 3500 Schweizer und 600 Österreicher in Singapur. Die Gesamtzahl der deutschsprachigen Katholiken schätzen wir auf ca. 3000.

 Heimat im Glauben

Unsere Gemeinde möchte Heimat in der Ferne sein. Hier wollen wir unsere Kinder mit den Traditionen unserer Heimat vertraut machen und auch selber die Wurzeln zu unserer Heimat halten.Wir wollen Hilfe zur Sozialisierung im Glauben sein. Dafür halten wir ein breites Spektrum von Angeboten bereit. Diese sind von Gemeindemitgliedern angeregt oder ins Leben gerufen worden und werden auch von ihnen getragen. Wir sind offen für neue Anregungen und Ideen und freuen uns über jede und jeden, die/der sich einbringen möchte.

Gemeinschaft ermöglicht und erleichtert gerade in der Fremde das Zurechtfinden und das Einleben. Sie hilft, sich mit den anderen Kulturen und Religionen auseinanderzusetzen und von ihnen zu lernen. Wir halten den Kontakt zu anderen muttersprachlichen und auch lokalen Gemeinden und leben gerade so unsere Katholizität – Weite aus dem Glauben. Unsere Gemeinde trägt so zum Wohle aller hier lebenden Deutschsprachigen bei.

Mitglied durch die Taufe – Gemeinde für alle

Mitglied der Gemeinde ist grundsätzlich jeder getaufte Katholik. Aber auch alle Deutschsprachigen, gleich welcher Nation, die unsere Angebote annehmen wollen, gehören bei uns dazu. Unsere Angebote sind grundsätzlich offen für alle Interessierte – ganz gleich ob sie einer Konfession angehören oder nicht. Wir freuen uns über alle, die den Weg zu uns finden und sich bei uns wohl fühlen. Gerne schicken wie Ihnen – sobald Sie sich bei der Gemeinde angemeldet haben – monatlichen unseren Gemeindebrief kostenlos zu und informieren Sie über unseren Newsletter „St. Elisabeth informiert“ über kurzfristige Veränderungen oder weitere Angebote .

Gemeinde sind wir nicht allein

Mit unserem Engagement für Waisenkinder in Kampong Thom (Kambodscha), der Unterstützung des Sozialprojekts der 10ten Klassen der Deutschen Europäischen Schule und durch den Besuch des Altenheims der „Missionarinnen der Nächstenliebe“ in Singapur versuchen wir, unserer sozialen Verantwortung gerecht zu werden.

Durch die Förderung unseres kulturellen Erbes und Lebens in der Gemeinde wollen wir Identitätsfindung unterstützen. Dies betrachten wir als wichtige Voraussetzung für Toleranz und den Respekt gegenüber den anderen Kulturen und Religionen, denen wir hier in Singapur begegnen. Deshalb sehen wir eine unserer vielfältigen Aufgaben darin, enge Kontakte zu den deutschsprachigen Auslandsvertretungen und Einrichtungen zu halten und vor allem Kontakte zu den verschiedenen in Singapur vertretenen Religionsgemeinschaften zu knüpfen. Die ökumenische Verbundenheit mit unserer evangelischen deutschsprachigen Schwestergemeinde versteht sich von selbst.

Als Teil der Erzdiözese Singapur haben wir nicht nur das Glück Räumlichkeiten der Gemeinde St. Ignatius nutzen zu können, sondern auch die Chance, durch unterschiedliche Begegnungen den Kontakt mit der lokalen Kirche zu festigen. Freundschaftlich verbunden sind wir mit den Franziskanerinnen (FMM Sisters), deren Kapelle Maris Stella wir für unsere Gottesdienste nutzen dürfen.

Pfarrer Fogl betreut neben unserer Gemeinde sowohl die Gemeinde in Kuala Lumpur, wo er jeden 1. Samstag im Monat und an den Hochfesten den Gottesdienst feiert, als auch die Gemeinde in Ho-Chi-Minh-Stadt, die er jeden 2. Monat besucht, um am Sonntag Abend den Gottesdienst mit der Gemeinde zu feiern. Zusätzlich ist er Koordinator der Seelsorgestellen der Region Süd-Ost-Asien/Australien.

Jede Gemeinschaft lebt aus Beziehungen – so auch unsere.

Unser Leitbild

Die drei Grunddienste der Kirche LITURGIA, MARTYRIA und DIAKONIA sehen wir als unser Leitbild. Denn es geht uns darum, den GLAUBEN der Kirche zu erschließen, GEISTLICHES LEBEN zu stärken und GEMEINSCHAFT, Solidarität und Begegnung zu ermöglichen.

Wie wir uns finanzieren

Grundsätzlich sollte jede Auslandsgemeinde (bis auf das Gehalt der Pfarrer) alle sonst anfallenden Kosten (Miete und Unterhalt für das Gemeindehaus und die Kapelle, Verwaltung u.a.) selber tragen. Da wir das im Moment aus eigener Kraft nicht schaffen, sind wir von Zuschüssen aus deutschen Kirchensteuermitteln abhängig. Auch wenn die meisten von uns hier in Singapur keine Kirchensteuer bezahlen, gibt es keinen festgesetzten und verbindlichen Gemeindebeitrag. Mitglied der Gemeinde ist man durch die Taufe. Um aber das Überleben unserer Gemeinde auf Zukunft hin zu sichern und unsere Arbeit in bewährter Weise erfüllen zu können, sind wir auf die freiwillige Unterstützung (Kollekte und jährlicher freiwilliger Gemeindebeitrag) aller Gemeindemitglieder angewiesen.

Miteinander und Füreinander

Unser Programm ist ein Angebot. Jede und jeder soll das für sich aussuchen können, was sie/ihn anspricht. Jede und jeder soll sich aber auch so einbringen dürfen, wie es ihrer/seiner Zeit und Möglichkeit entspricht. Leben in unserer Gemeinde soll Freude machen und Freundschaft fördern. Lassen Sie sich von den verschiedenen Angeboten ansprechen, nehmen Sie teil und machen Sie mit! Wir freuen uns auch, wenn Sie sich inspirieren lassen, weiteres einzubringen und mitzumachen. Wir laden Sie herzlich ein, mit uns Gemeinde zu sein und mitzugestalten!

Ihr Pfarrer Hans-Joachim Fogl und die Gemeinderäte